1918 - Die unwirklichen Geschichten des Herrn Österreicher

Der fiktive Franz Josef wird 1918 in den einzelnen Kapiteln in verschiedenen Berufen gezeigt. Die Arbeit bestimmt noch immer sein Leben. Der Psychotherapeut Franz tritt aber seinen fanatischen Patienten an den Nachfolger ab und sein schizophrener Patient Herr Österreicher löst sich in Luft auf. Der Bauer Franz versteht die Welt (der Inflation und Wirtschaft) nicht mehr und denkt an seine Großtante Marie-Antoinette. Der Gärtner fühlt sich eingezäunt und von den italienischen Pinien irritiert, die ihren Schatten falsch werfen. Der Bahnhofswärter erzählt von seinem Bahnausweis, mit dem er früher halb Europa befahren hätte können, der Philosoph träumt von einem grenzenlosen Europa. Der Schneider erzählt von den schillernden Uniformknöpfen, der Leierkastenspieler zeigt Anzeichen von einem Kriegstrauma, der Koch hat in seinem Internat mit österreichischen Menüs zu kämpfen, der Postbeamte freut sich, dass die Zensur abgeschafft und nun endlich nicht mehr nur zwischen den Zeilen gelesen wird.

In 12 Berufen und unabhängigen Kurzgeschichten bringt Franz Einblick in das Leben um 1918.

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(C) Zeichnung von Julia Kerschbaumer